Sonntag, 18. September 2016

Frostkiller

AutorIn: Jennifer Estep
Seiten: 432
Verlag: Piper/ivi
ISBN: 978-3-492-70325-3

Worum geht's?

Niemand weiß besser als Gwen Frost, wie stark Loki und seine Schnitter des Chaos sind. Sie als Champion der griechischen Göttin Nike soll eine zentrale Rolle bei seiner Vernichtung spielen. Aber niemand weiß auch besser als Gwen Frost, dass sie keine Wunderwaffe ist - nur das komische Gypsymädchen, über das alle heimlich lästern. Zwar hat sie ihre Psychometrie, ihr sprechendes Schwert Vic, ihre Freunde und vor allem den Spartaner Logan Quinn an ihrer Seite, doch Gwen wird von Vorahnungen ereilt, und die verheißen nichts Gutes. Aber für Selbstzweifel bleibt keine Zeit, als einer der ihr wichtigsten Menschen in Lebensgefahr gerät. In Gwen erwacht eine brennende Entschlossenheit - sie ist bereit, alles zu geben. Und wenn es sie das Leben kosten sollte ...

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Wer ist die Autorin?

Jennifer Estep ist Journalistin und New-York-Times-Bestsellerautorin. Sie schloss ihr Studium mit einem Bachelor in Englischer Literatur und Journalismus und einem Master in Professional Communications ab und lebt heute in Tennessee. Bei Piper erscheinen ihre Serien um die »Mythos Academy«, »Black Blade« sowie die Urban-Fantasy-Reihe »Elemental Assassin«.

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Wie fand ich es?

ACHTUNG! FINALER BAND EINER REIHE! EVENTUELL SPOILERGEFAHR!

Ich habe mich eine ganze Weile gesträubt, dieses letzte Buch der "Mythos Academy" zu lesen - vor allem weil ich an dieser Reihe wirklich hänge und es immer noch nicht recht glauben kann, dass sie nun geendet ist. Aber jetzt habe ich mich doch noch dazu durch gerungen "Frostkiller" zu lesen, und ich wurde wirklich überzeugt.
Das Buch begann recht langsam und ruhig, und ich hatte so meine Zweifel, ob es zu einem anständigen Ende und einem angemessenen Abschlussband taugt. Doch je weiter ich las, desto begeisterter war ich.

Vor allem von der Protagonistin. Gwens Entwicklung im Laufe der Reihe kommt in diesem Buch zu einem Höhepunkt und man kann eindeutig sagen, dass sich das kleine Gypsymädchen wirklich zu einem Champion entwickelt hat. Sympathisch war sie schon immer, doch einige Züge haben sich erst im Laufe der Zeit an ihr im Laufe der Umstände entwickelt.

Insbesondere in ihrem Verhalten als es um die riskante Rettung einer Person die ihr nahe steht (ich will nicht spoilern, deshalb bleibt besagte Figur mal unbenannt) ging, hat sie mich beeindruckt. Auch wenn sie sich charakterlich treu bleibt und versucht auf eigene Faust loszuziehen und das Risiko in Kauf zu nehmen, und auch wütend auf die Autoritäten ist die weitsichtiger reagieren und das Risiko als zu hoch ansehen - sie respektiert besagte Autoritäten. Sie weiß, dass diese Recht haben und sie nicht, und versucht alles, das Risiko das sie eingeht so klein wie möglich zu halten, damit nicht andere darunter leiden müssen.

Auch dass sie nicht einfach Hals über Kopf loszieht ohne einen Plan zum Rückzug oder eine Idee was sie tun soll, zeigt wie weit sie inzwischen gekommen ist und wie viel sie im Laufe der sieben Bücher an Erfahrung gewonnen hat.

Auch die anderen Charaktere haben mich wieder überzeugt, auch wenn ich es als schade empfinde, das einige nicht besonders viel Raum in der Geschichte eingenommen haben, über die ich gern noch mehr erfahren hätte - aber nichtsdestotrotz habe ich ihr Zusammenspiel genießen können.
Vor allem über die Rückkehr einiger aus dem vorherigen Band neu eingeführten bekannten Gesichter habe ich mich gefreut, sowie über die Szenen mit Gwens Freunden (vor allem die mit Logan und Daphne) und Gwens Interaktionen mit Nickamedes (ich liebe diese Figur seit Beginn der Reihe!). Auch Vic hat mich wieder überzeugt - ich hätte nie geahnt wie sehr ich ein sprechendes Schwert mal so vergöttern könnte.

Die ja eher bedächtig startende Geschichte steigerte sich stetig, nicht nur an Qualität sondern auch an Spannung. Kleinere und größere Konflikte zwischen den Schnittern und den Kämpfern der Mythos Academy und des Protektorats spitzen sich schlussendlich zum "Hauptkampf" zu. Dieser hat mir wirklich gefallen, vor allem das dabei auch die besonderen "Waffen" von Gwens Freunden ein wenig zur Geltung kamen und vor allem von Carson einmal mehr gezeigt wurde.

Ein bisschen gefehlt im epischen Kampf gegen das Böse haben mir die Opfer. Natürlich starben einige, aber es gab keine wirklichen Toten die man gekannt hat oder die einen besonders getroffen hätten. Das ist aber nur ein Makel der mir erst nach dem Lesen wirklich aufgefallen ist, als ich die Geschichte noch einmal nachdenklich durchdacht habe, und das Gefühl der Bedrohung wurde trotzdem im Laufe der Handlung durchaus authentisch herüber gebracht, vor allem da von den Charakteren, vor allem der Protagonistin, auch durchaus Opfer verlangt werden.

Die Geschichte war spannend und es gab auch einige Wendungen, die ich so nicht erwartet hätte. Speziell das Ende hat mich überraschen und beeindrucken können, und hat mir Gwen noch einmal sympathischer gemacht. Auch einige kleine Überraschungen nebenher wie zum Beispiel die Enthüllung von Ravens Identität haben mir die Geschichte noch versüßt.

Insgesamt ein fantastischer Abschlussband, der alle offenen Handlungsstränge zu einem Ergebnis bringt, aber dennoch Raum dafür lässt, sich selbst auszumalen, wie es weitergehen könnte! Ich kann diese Reihe nur jedem ans Herz legen der eine neue Interpretation alter Mythenfiguren, Fantasy, Spannung und ein wenig Romantik dazu gerne liest!

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