Samstag, 14. März 2015

Eve & Caleb: Wo Licht war

AutorIn: Anna Carey
Seiten: 304
Verlag: Loewe
ISBN: 978-3-7855-7103-3

Worum geht's?

Wie überlebst du, wenn du vor allem fliehen musst, was du kennst?

Seit ihre Mutter während der Großen Seuche vor 16 Jahren gestorben ist, lebt Eve in einem Mädcheninternat. Hier wird sie zu einem wertvollen Mitglied der neuen Gesellschaft ausgebildet – glaubt sie zumindest. Als Eve erkennt, wie sehr sie und die anderen Mädchen ausgebeutet werden sollen, flieht sie.
Doch auf ein Überleben in der Wildnis und auf die Flucht vor den Soldaten des Neuen Amerikas ist Eve nicht vorbereitet. Unerwartet hilft ihr Caleb, ein junger Rebell. Kann Eve ihm trauen?
Sie weiß, die Soldaten werden die Suche nicht aufgeben, und Caleb ist ihre einzige Möglichkeit zu überleben. Sie muss ihr Leben in die Hände eines Fremden legen.

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Wer ist die Autorin?

Anna Carey wuchs in Long Island auf und wollte als Kind Malerin, Staatsanwältin, Flötistin, Physiotherapeut oder Grafikdesignerin werden. Sie entschloss sich schließlich, Bücher zu schreiben, da sie als Autorin alle ihre Kindheitsträume verfolgen konnte. Sie studierte Literatur und Kreatives Schreiben an der New York University und arbeitete als Lektor für Kinder- und Jugendbücher. „Eve & Caleb“ ist ihre erste Trilogie für Jugendliche.

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Wie fand ich es?

Das Buch war ein bisschen ein Auf-und-Ab, zumindest was meine Gefühlswelt betraf. Den Anfang fand ich total klasse, konnte mich komplett in das Buch fallen lassen und war von der neuen Idee fasziniert. Mit der Zeit habe ich ein paar kleine Makel entdeckt. Wobei, eigentlich nur einen - die Beziehung von Eve und Caleb ging mir definitiv zu schnell. Auf der einen Seite war sie noch völlig misstrauisch, fünf Seiten später ist sie richtig verliebt in den guten Jungen.

Das besserte sich allerdings mit der Zeit und obwohl das Buch mit seinen 304 Seiten recht dünn ist, gab es einige unerwartete Wendungen und es ist noch recht viel passiert, das mich wieder wirklich von dem Buch überzeugt hat. An einer Stelle hatte ich sogar Tränen in den Augen, weil sie mich so bewegt hat.

Den Schreibstil empfand ich als angenehm. Anna Carey legt mit diesem Buch kein poetisches Meisterwerk mit kunstvollen Metaphern in jeder zweiten Zeile vor, aber sie erzählte klar und eindringlich. Dies passte wiederum sehr gut zu der Geschichte, zu der eine blumige Erzählweise meiner Meinung nach gar nicht passen würde.

Die Charaktere waren allesamt interessant. Ich empfand es auch als interessant, die Geschichte aus Eve 's Sicht zu lesen. Sie ist eigentlich nicht der Typ von dem ich gerne lese, eher strebsam und zurückhaltend, bereit die meisten Dinge zu glauben die man ihr weismachte und nicht unbedingt ein totaler Badass-Charakter wie ich sie so liebe. Mit der Zeit entwickelte sie sich allerdings sehr viel weiter, lernte über das hinauszudenken was ihr von ihren Lehrern erzählt wurde und wurde eine wirklich sympathische Protagonistin.
Caleb konnte man noch nicht so gut kennenlernen, aber auch hier hoffe ich, dass sich das im zweiten Band noch ändert. Was ich von ihm bisher kenne, mag ich durchaus, aber da werde ich wohl die Fortsetzung der Trilogie abwarten müssen, um mir darüber klar zu sein, ob ich ihn insgesamt sympathisch finde.
Auch die Nebencharaktere, speziell Arden, mochte ich sehr und hoffe, bald noch mehr von ihnen zu lesen. Band 2 und 3 der Reihe bestelle ich definitiv sofort wenn ich wieder genug Geld für ne ordentliche Bestellung habe.

Die Zukunftsgestaltung und der ganze Aufbau der Welt liegen noch recht im Dunkeln, ich hoffe aber, das diesbezüglich im zweiten Teil noch einiges herauskommt. Speziell die Rolle von Frauen und Mädchen in dieser Gesellschaft wird thematisiert und man kann durchaus Parallelen zur heutigen Zeit ziehen. Längst nicht in dem Ausmaß wie in diesem Roman natürlich, aber dennoch finde ich es gut, dass in diesem Buch sehr auf die untergeordnete Stellung der Frauen eingegangen worden ist, trotzdem aber nicht der Fehler begangen wurde, alle Männer zu potenziellen Vergewaltigern zu machen, wie es die Lehrerinnen von Eve 's Schule ihr einreden wollten. Es war mal eine ganz andere Mitthematik einer Dystopie und darum auch wirklich interessant zu lesen, was sich die Autorin da für Gedanken gemacht hat.

Kleine Sache am Rande - Rein gestaltungstechnisch gefiel mir das Cover unglaublich gut. Allgemein mag ich die Gestaltung der Trilogie sehr, da hat der Loewe Verlag meiner Meinung nach alles richtig gemacht. Daumen hoch!

Alles in allem war "Wo Licht war" ein Buch, bei dem ich mir zeitweise unsicher war, ob das mit mir und der Lektüre was wird, das mich aber schlussendlich überzeugen konnte.

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