Samstag, 27. Dezember 2014

Sommer in Grasgrün

AutorIn: Anell Ritter
Seiten: 176
Verlag: Ullstein forever
ISBN: 9783958180130

Worum geht's?

Carla erbt überraschend einen Bauernhof in Brägenbeck, einem abgelegenen Dorf in Norddeutschland. Gemeinsam mit ihrer extrovertierten Freundin Lou macht sie sich auf, die Erbschaft zu begutachten. Das Landleben mit seinen rustikalen Gepflogenheiten und schweigsamen Bewohnern ist für die gestandene Münchnerin erst einmal eine Herausforderung. Doch nach einer durchtanzten Nacht auf der Brägenbecker Scheunenparty kommen die Freundinnen zu der Einsicht, dass das Leben außerhalb der Großstadt gar nicht so übel ist. Ein streikendes Cabrio, ein attraktiver Mechaniker und ein arroganter Großbauer später fasst Carla einen weitreichenden Plan.

Wer steckt hinter "Anell Ritter"?

Annell Ritter ist das Pseudonym zweier Freundinnen. Seit dem gemeinsamen Studium in Norddeutschland können sie über die gleichen Dinge lachen. Zwar wurden beide durch ihre Jobs in Wuppertal und in München räumlich weit getrennt, trotzdem sind sie stets in Kontakt geblieben. Ihre Liebe zur Literatur brachte sie bei einem ausgedehnten Abendessen auf die Idee zu ihrem ersten gemeinsamen Roman „Sommer in Grasgrün“. Momentan arbeiten sie an der Fortsetzung, die im Frühjahr 2015 erscheinen wird. Ansonsten verbringen die Freundinnen ihre Freizeit am liebsten vor brodelnden Kochtöpfen oder draußen im Grünen.

Quelle

Wie fand ich es?

„Sommer in Grasgrün“ ist eine sehr leichte, humorvolle Lektüre. Es war sehr amüsant, Carlas und Lous Kontakt mit Brägenbeck und dem ländlichen Leben, den Bewohnern und dem Umgangston mitzuerleben.

Carla ist eine sympathische Protagonistin, die weiß was sie will und sich auch auf neue Situationen einstellen kann. Manchmal fand ich es nur etwas übertrieben, das ihr fast alles ohne größere Probleme gelang und hätte da mehr Konflikte erwartet. Außerdem fand ich es leicht merkwürdig, dass sie zwar richtig gut in ihrem Job ist und auch mit Leib und Seele Anwältin zu sein schien, allerdings kein Problem damit zu haben schien… weil ich spoilern würde wenn ich genauer werden würde, sag ich mal, sie hatte kein Problem damit, jemanden zu bestehlen. Natürlich, die Umstände unter denen derjenige, dem das betreffende gehörte, dies erworben hat, waren auch nicht unbedingt rechtsgültig, dennoch hätte ich bei Carla eine Art inneren „Kampf“ erwartet.

Lou als Carlas beste Freundin mochte ich sehr. Sie hatte so etwas Schrilles, was auf den ersten Blick nicht so ganz in ein Dorf am hinterletzten Ende der Welt passt, aber dennoch kam sie damit nach einer Weile besser klar als Carla. Eine Zeit lang habe ich mich, obwohl ich sie während des ganzen Buchs sehr mochte, gefragt, wieso Carla mit ihr befreundet ist. Ich hab einfach die Verbindung zwischen ihnen nicht gesehen. Aber das legte sich zum Glück.

Das Buch ließ sich schnell durchlesen und auch wenn es nicht unbedingt harte, super tiefsinnige Kost war, konnte ich beim Lesen gut abschalten und dem Herbst (naja, eher Winter mittlerweile)  und der trüben Stimmung entfliehen.

Ich empfehle dieses Buch allen weiter, die gerne eine sommerliche, locker-leichte Geschichte lesen wollen. Die Fortsetzung werde ich definitiv ebenfalls lesen!

 Sterne

Vielen Dank für das Rezensionsexemplar an Anell Ritter!

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