Dienstag, 12. August 2014

Verloren in der grünen Hölle

Autor: Ute Jäckle
Seiten: 470
Verlag: bookshouse
ISBN: 9789963523993 (.epub)

Worum geht's?

Das Leben der siebzehnjährigen Kolumbianerin Elena verläuft glücklich und sorgenfrei. Bis sie eines Tages gemeinsam mit zwei Freundinnen auf dem Weg zu einem Einkaufsbummel entführt und in das Camp einer professionellen Kidnapperbande mitten im Regenwald verschleppt wird. Eine Zeit voller Todesangst und Schrecken bricht für die Mädchen an, denn der cholerische Bandenführer Carlos kennt keine Gnade.
Elena will sich mit ihrem Schicksal nicht abfinden, sie rebelliert mit dem Mut der Verzweiflung gegen die Männer und fordert damit den Zorn von Carlos heraus. In letzter Minute beschützt der attraktive Entführer Rico sie vor dem gefährlichen Anführer und stürzt Elena in einen Gewissenskonflikt. Ehe Elena bewusst wird, auf was sie sich einlässt, zieht es sie in einen reißenden Strudel aus Leidenschaft und tödlicher Gefahr.

Quelle

Wer ist die Autorin?

Ute Jäckle wurde in Stuttgart geboren. Sie studierte BWL in Nürnberg und verbrachte einige Jahre in den USA. Nach dem Studium arbeitete sie für die Industrie. Schon immer war ihre ganz große Leidenschaft das Lesen, aber mit dem Schreiben begann sie erst vor ein paar Jahren. Seitdem kann sie aber nicht mehr davon lassen und widmet sich voll Hingabe dem Verfassen von Liebesromanen. Ute Jäckle lebt mit Mann und zwei Kindern im Nordosten Baden-Württembergs.

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Quelle

Wie fand ich es?

Zuerst einmal eine Erklärung, warum ich so lange brauchte das Buch zu lesen: Die Beschreibung Thriller trifft es wirklich gut! Ute Jäckle hat einen Schreibstil, bei dem einem – im positiven Sinne – die Haare zu Berge stehen, zumindest ging es mir so. Ich habe sehr gut mit den Charakteren mitfühlen können, besonders in den extremeren Situationen beispielsweise wenn Carlos mal wieder ausgeflippt ist.

Wo ich gerade bei den Charakteren bin: Das einzige Manko an diesem Buch ist meiner
Ansicht nach Elena, vor allem am Anfang. Sie war so… hm, wie soll ich es beschreiben. Ich hätte ihr einfach manchmal gerne eine Ohrfeige für ihr dummes Benehmen gegeben, wenn sie mal wieder sich und/oder ihre Freundinnen in Gefahr gebracht hat, weil sie versuchte zu flüchten oder Ähnliches. Das legt sich zwar mit der Zeit, aber ich mochte trotzdem Luisa und Adriana lieber, einfach weil ich sie besser verstand. Umso geschockter war ich dann in der zweiten Hälfte des Buches, die ich übrigens ein kleines bisschen besser fand, als den Anfang. Ich hätte mit der Entwicklung der Handlung so überhaupt nicht gerechnet. Und mir gefiel ehr, dass auch auf das Leben der Geiseln nach der Befreiung eingegangen wurde. Schließlich ist es für mich, als Leser ja interessant, wie es für die Geiseln wie die Entführer weitergeht.

Nur eine Frage hätte ich noch, nur an die die das Buch auch gelesen haben, deshalb mach ich hier mal ein dickes fettes SPOILER hin: Vielleicht hab ich es einfach überlesen, bzw. nicht mitgekriegt, aber  was ist eigentlich mit Mateo passiert? Der ist ja auch von der Mafia mitgenommen wurden, aber was geschah dann? Es war für mich schon merkwürdig, dass Rico an ihn irgendwie keinen Gedanken verschwendet hat. Er war ja vor ewigen Zeiten mal sein bester Freund, deswegen wundert mich das. Wäre schön, wenn mich da einer aufklären würde, wenn er/sie was weiß, was mir entgangen ist.

So, jedenfalls mochte ich die Charaktere außer manchmal Elena sehr, auch mit charakterlicher Entwicklung wurde ja nicht gespart, wie mir positiv auffiel. Den Spannungsaufbau fand ich sehr gut und auch die ganze Organisation dieser Lager, wo die Entführten hingebracht wurden, war interessant, zum Beispiel die dressierten – sagt man das so? – Hunde, damit keiner abhaut.
Ich kann das Buch jedem der auf Spannung und Thriller steht empfehlen und wer sich von der Anfangs-Elena nicht abschrecken lässt, der kann sich auf eine tolle Lektüre freuen! Im Grunde kann ich das Buch mit sehr gut bewerten!

 Sterne

Vielen Dank nochmal an Ute Jäckle und den bookshouse Verlag für das Rezensionsexemplar!

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